Kurzmeldungen

Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern

Das Entnehmen  und Ableiten  von Wasser aus oberirdischen Gewässern ist nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 Wasserhaushaltsgesetz  (WHG) als Gewässerbenutzung  anzusehen, die grundsätzlich einer wasserbehördlichen Erlaubnis nach § 8 Abs. 1WHG durch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Göttingen bedarf.

Lediglich die  Entnahme von Wasser durch das Schöpfen mit Handgefäßen  ist  nach § 32 Abs. 1 Niedersächsisches  Wassergesetz (NWG) im Rahmen des Gemeingebrauchs  davon ausgenommen. Daraus ergibt  sich naturgemäß, dass es sich insgesamt nur um eine geringe Entnahmemenge handeln  kann.  Größere  Entnahmen,  insbesondere  wenn  Pumpen  oder größere  Behältnisse (Tanks) etc. benutzt  werden,  fallen  dagegen nicht unter den erlaubnisfreien Gemeingebrauch.

Im oder am Gewässer dürfen  keine festen Entnahmeeinrichtungen hergestellt  werden.  Ein Aufstau des Gewässers ist nicht zulässig.

Oberirdische  Gewässer sind  nach  § 27  WHG  so zu  bewirtschaften, dass eine Verschlechterung  des ökologischen und chemischen Zustandes vermieden wird.  Eine Wasserentnahme   - insbesondere   in Trockenzeiten   - ist  mit   den  Zielen  einer ordnungsgemäßen  Gewässerbewirtschaftung nicht/nur  selten  in  Einklang  zu bringen.  So kann  die  einzelne  Wasserentnahme  unproblematisch sein, die  Summe aller  Entnahmen jedoch zu einer Belastung des Gewässers führen.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Unteren Wasserbehörde unter folgenden Telefonnummern gern zur Verfügung:

Frau Jenssen 0551 5252455  (Gemeinde  Gleichen, Gemeinde  Friedland, Gemeinde Rosdorf, Samtgemeinde Dransfeld)

 

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