Friedland aktuell

"Integration: Wir schaffen das!"

 „Wir brauchen Menschen, die Flagge zeigen und bereit sind, sich für alle Gruppen am Rande der Gesellschaft zu engagieren“, sagte Barbara Otte-Kinast zu Beginn der Auftaktveranstaltung für das Dreijahresthema des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV). „Die Veranstaltung soll Auftrieb geben und unsere LandFrauenvereine und Kreisverbände motivieren, Integration in ihr Bildungsprogramm aufzunehmen und Aktionen vor Ort durchzuführen“, sagte die Landesvorsitzende vor rund  140 Gästen und LandFrauen im Grenzdurchgangslager Friedland.

Nach dem Grußwort von Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, verdeutlichte die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen, Hanna Naber in ihrem Vortrag, dass Inklusion über Integration hinausgehe. Inklusion ziele darauf ab, Heterogenität als normale Realität anzunehmen.

Bei der Podiumsdiskussion wurde Beispiele vorgestellt, die u.a. das Zusammenleben sowie die Bedeutung von Arbeit und Sprache beleuchteten.

Das Plädoyer von Friedrich Selter, Superintendent des Kirchenkreises Göttingen, machte nachdenklich: „Religionsfreiheit ist ein Privileg, aber auch eine Verpflichtung: Wo sollen Menschen lernen, Religionen zu tolerieren, wenn nicht hier bei uns?“. Alle Diskutanten bekräftigten aus unterschiedlichen Perspektiven ihre Überzeugung, dass Integration zu schaffen ist.

Die Veranstaltung gab schließlich bei einem Rundgang einen Einblick in die Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland, das seit 70 Jahren für geflüchtete Menschen die erste Station in Deutschland war und der Durchgang in eine neue Zukunft geworden ist.

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