Friedland aktuell

10 Jahre MGH - 25 Jahre Bambola

Am 6. Dezember wurde gefeiert! Zahlreiche Gäste haben bei einem leckeren Mittagessen und mit Vorführungen der Akteure des MGH den 10. Geburtstag des Mehrgenerationenhauses in Groß Schneen gefeiert. Die Kinderkrippe Bambola feierte zugleich ihren 25. Geburtstag und lud zu einer Führung und einem Puppentheater ein.

Die Eröffnung 200710 Jahre MGH

Die Idee der Mehrgenerationenhäuser wurde 2006 durch die Bundesregierung ins Leben gerufen und eines der ersten Häuser wurde damals in Groß Schneen im Rahmen einer Partnerschaft der Gemeinde Friedland mit der Tilch Verwaltungsgesellschaft mbH eingerichtet. Bereits im Vorfeld gab es Überlegungen in Friedland darüber, wie z.B. die gemeindliche Krippenbetreuung oder wo für die seinerzeit anstehende Ganztagsbetreuung in Schulen der Mittagstisch gewährleistet werden könnte. So kam es zu ersten Gesprächen Der Gemeinde mit Sven Tilch, der neben dem Kur- und Pflegeheim in Friedland nunmehr in den Räumen der ehemaligen Bildungsstätte des Landkreises einen weiteren Ambulanten Pflegedienst sowie Betreutes Wohnen anbot. Das Bundesprogramm kam zur rechten Zeit, griff es doch die angedachte Konzeption auf. Die Grundidee des Programms besteht darin, das Prinzip der früheren Großfamilie in die moderne Gesellschaft zu übertragen. Jung und Alt begegnen sich in einem öffentlichen Raum, profitieren von ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Interessen. Wichtige Zielsetzung war neben Freiwilligen Engagement und Offener Treff auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So zog zur Eröffnung nun auch die gemeindliche Kinderkrippe Bambola an ihrem 15. Geburtstag in das Mehrgenerationenhaus ein, dass für die kleinsten Gäste des Hauses helle, freundlich gestaltete Räume und viel Platz bietet.

Das Herz des Hauses schlägt im Offenen Treff. Hier kommen Menschen miteinander ins Gespräch und knüpfen erste Kontakte. Es wird gesungen, getanzt, gespielt und geklönt oder einfach gemeinsam zu Mittag gegessen. Die Nachbarschaftshilfe vermittelt Unterstützung im Alltag. Auch ein Computertreff wurde eingerichtet, um älteren Menschen die Teilhabe am modernen Leben zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei stets das freiwillige Engagement – ohne die vielen Helfer könnten diese Angebote nicht erbracht werden.

Dagegen stößt der innovative Lösungsansatz der öffentlich-privaten Partnerschaft für die vielfältigen kommunalen Fragestellungen in dem Bundesprogramm immer wieder an Grenzen, wie z.B. in der Abrechnung, da dieses System ursprünglich so wohl nicht vorgesehen war. Der Erfolg gibt allerdings den Machern Recht, denn die Partnerschaft erlaubt es, die jeweiligen Stärken zum Wohle aller einzubringen.

 

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